Neues Handbuch „Erdgas in Bäckereien“

Neues Handbuch „Erdgas in Bäckereien“

Brot

Das neue BDEW-Handbuch „Erdgas in Bäckereien“ zeigt die zahlreichen Anwendungsmöglichkeiten und Vorteile bei der Nutzung von Erdgas und liefert einen Überblick über die wichtigsten Geräte, die in Bäckereibetrieben zur Effizienzsteigerung eingesetzt werden.

Die Bedeutung von Brot- und Backprodukten lässt sich gar nicht hoch genug einschätzen: Fast jeder Mensch in Deutschland kommt täglich mit ihnen in Berührung. Über 12.000 Betriebe erwirtschaften einen jährlichen Gesamtumsatz von rund 14 Milliarden Euro. Deutschland ist auch das Land mit den meisten Brotspezialitäten: Es gibt etwa 300 Brotsorten und 1.200 unterschiedliche Arten von Kleingebäck.

Dabei ist der relative Wärmebedarf in wenigen Branchen so hoch wie in Bäckereien: Rechnet man den Verbrauch für Backen, Heizung und Warmwasser zusammen, ergibt sich ein Anteil von rund 69 Prozent am gesamten Energiebedarf, der für Wärme genutzt wird. Wie sich dieser Wärmebedarf mit Anwendungen auf Erdgasbasis effizient, wirtschaftlich und umweltschonend bedienen lässt, zeigt das Handbuch „Erdgas in Bäckereien“.


Aufteilung der eingesetzten Energiemengen in der Produktion eines mittleren Bäckereibetriebes ohne Kühlung von Lagerräumen und Transportern, 2016

Ein wesentlicher Bestandteil des Handbuchs sind Erläuterungen zu den verschiedenen Backöfen, die im Handel erhältlich sind: vom Etagenbackofen über Stikkenöfen bis hin zu Tunnelbacköfen oder Baumkuchenmaschinen.

Es wird zu Kältetechniken informiert, die in Bäckereibetrieben immer mehr an Bedeutung gewinnen, zum Beispiel für die Tiefkühlung und Lagerung von Teiglingen. Auch hierfür bieten moderne Erdgas-Technologien eine ganze Reihe von Lösungen. Andererseits haben Bäckereien auch einen hohen Bedarf an Heißwasser, um beispielsweise Formen und Backbleche schnell und effektiv zu reinigen.

Die im Handbuch aufgezeigten Anwendungen für Bäckereien haben mehrere Dinge gemeinsam: Sie arbeiten deutlich effizienter als ältere Systeme und sparen dadurch sowohl Energiekosten als auch CO2 ein. Und sie nutzen Erdgas als Energieträger, denn Erdgas bietet eine Reihe von Vorteilen:

  • Erdgas wird als leitungsgebundener Energieträger direkt bis zum Wärmeerzeuger transportiert und muss nicht gelagert oder bevorratet werden.
  • Im Vergleich zu anderen fossilen Energieträgen emittiert Erdgas weniger CO2.
  • Erdgas lässt sich flexibel in fast allen Heizsystemen einsetzen.

 

Küche Bäckerei


Tages-Lastgang des Energieverbrauchs einer mittelgroßen Bäckerei, 2013

In dem 44-seitigen Handbuch finden Gewerbetreibende und Planer auch detaillierte Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen zu verschiedenen Systemen und Hinweise, wie die Geräte in einer Backstube am sinnvollsten platziert werden, um zum Beispiel Wärmeverluste zu reduzieren.

Das Handbuch „Erdgas in Bäckereien“ ist Teil einer Reihe von Handbüchern zur Energienutzung und Wärmeerzeugung im Gewerbe, die derzeit vom BDEW entwickeltund nach und nach veröffentlicht werden. Die Inhalte der Handbücher können von den Mitgliedsunternehmen des BDEW zur Information ihrer Gewerbekunden sowie von Planungsbüros, Installationsbetrieben und Gewerbetreibenden selbst zu den vielen Vorteilen von Erdgas bei der gewerbespezifischen Energieversorgung genutzt werden. Das Handbuch kann auf der BDEW-Themenseite www.gewerbegas.info und im Servicebereich der Seite kf-gastrobraeter.de unter dem Link https://www.kf-gastrobraeter.de/BDEW-Dokumente:_:104.html kostenfrei heruntergeladen werden.

Die Website www.gewerbegas.info bietet hilfreiche Informationen zum Einsatz von Erdgas in Gewerbebetrieben. Hier können sich Gewerbetreibende, Planer, Handwerker und Architekten branchenspezifisch über die Anforderungen an moderne Heizsysteme und mögliche Technologielösungen informieren. Ergänzt wird das kostenfreie Angebot durch eine aktuelle Gerätedatenbank, über die sich Gerätehersteller für eine ganze Reihe von Anwendungen in Gewerbebetrieben recherchieren lassen.

Brandschutz im Gastgewerbe

Brandschutz im Gastgewerbe

Feuerlöscher

Wie oft müssen Feuerlöscher geprüft werden?
Mindestens alle zwei Jahre

Wer darf Feuerlöscher prüfen?
Feuerlöscher sind durch Sachkundige (befähigte Personen) zu prüfen. Sachkundige können sein: Prüfdienste der Herstellerfirmen oder unabhängige Prüfer.

Brauche ich für meinen Betrieb Feuerlöscher?
Ja, im gewerblichen Bereich immer.

Wie viele Feuerlöscher brauche ich für meinen Betrieb?
Die Anzahl der Feuerlöscher ist abhängig von der Brandgefährdung und der Grundfläche.

Zum Berechnungsmodul Feuerlöscher.

Welcher Feuerlöscher ist für meinen Betrieb geeignet?
Das ist abhängig von den im Betrieb vorhandenen brennbaren Materialien. Diese sind in die Brandklassen A, B, C, D, F eingeteilt.

Für die Brandklasse F (Fettbrände) sind spezielle Fettbrandlöscher zu verwenden.

Brauche ich für Fettbrände (Friteusen, Fettbackgerät) einen speziellen Feuerlöscher?
Ja, Speiseöle und –fette gehören zur neuen Brandklasse F. Diese Brände sind nur mit „Fettbrandlöscher“ mit Speziallöschmittel zu bekämpfen.

Ab wann brauche ich eine Löschanlage für Friteusen/Fettbackgeräte?
Ab einer gesamten Füllmenge von 50 l Speisefett.

Sind Löschdecken zum Löschen von Fettbränden geeignet?
Nein, da sie keinen zuverlässigen Löscherfolg bringen und die betreffende Person durch das Auflegen der Decke gefährdet wird.

Sind Löschdecken für Personenbrände geeignet?
Nein, der Löscherfolg ist ungenügend und der Gebrauch schwierig..

Brauche ich in meinem Betrieb einen Brandschutzbeauftragten?
In Betrieben mit erhöhter Brandgefährdung und hohen Personenzahlen (Publikumsverkehr, ortsunkundige Personen) ist die Bestellung eines Brandschutzbeauftragten sinnvoll.

Wer kann die Bestellung eines Brandschutzbeauftragten fordern?
Industriebaurichtlinie für Betriebe über 5000m² Geschossfläche, in den Verkaufsstättenverordnungen der Länder (unterschiedliche Regelungen), Bau- und Brandaufsichtsbehörden, Sachversicherer.

Welche Aufgaben (Qualifikation) hat der Brandschutzbeauftragte?
Qualifikation: Fundiertes Wissen zum Thema Brandschutz (Ausbildung). Aufgaben: Den Unternehmer in allen den Brandschutz betreffenden Fragen unterstützen und beraten

(BGI 847).

Was sind die Aufgaben des Brandschutzhelfers?
Sie sollen die Aufgaben der Brandbekämpfung übernehmen, ohne sich selbst zu gefährden. Sie sind dafür ausgebildet und werden vom Arbeitgeber für diese Aufgaben bestellt.

Wie viele Brandschutzhelfer sind erforderlich?
Die erforderliche Anzahl ergibt sich aus der Gefährdungsbeurteilung. Bei normaler Brandgefährdung 5% der Belegschaft. (Siehe ASR A2.2 und DGUV-Information 205-023 bisher BGI/GUV-I 5182.)

Quelle: BGN